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Sicherheitsalarm 15.02.2026 02:23:00

Quantencomputer vs. Bitcoin: Warum ein Top-Analyst jetzt Alarm schlägt

Quantencomputer vs. Bitcoin: Warum ein Top-Analyst jetzt Alarm schlägt

Bitcoin in Gefahr? Experten warnen vor möglichen Risiken von Quantenangriffen, die in Zukunft erhebliche Auswirkungen auf den Bitcoin-Markt haben könnten.

• Jefferies-Analyst Christopher Wood streicht gesamte Bitcoin-Allokation seines Modellportfolios
• Experten warnen, dass ein erheblicher Teil des Bitcoin-Bestands durch Quantenbedrohungen betroffen sein könnte
• Die Branche reagiert weltweit auf mögliche Gefahren von Quantencomputing

Christopher Wood, globaler Leiter der Aktienstrategie bei der Investmentbank Jefferies, hat eine vielbeachtete Anpassung in seinem Modellportfolio vorgenommen.

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Wood reagiert auf Quantenrisiken: Bitcoin raus, Gold rein

The Block zufolge hat Christopher Wood den gesamten Bitcoin-Anteil seines "GREED & fear"-Modellportfolios gestrichen. Die bisherige 10-Prozent-Beteiligung wurde jeweils zur Hälfte in physisches Gold und Aktien von Goldminen umgeschichtet, wie aus einer mit The Block geteilten Mitteilung hervorgeht. Wood begründete den Schritt mit der zunehmenden theoretischen Bedrohung durch Quantencomputer für die Sicherheit von Bitcoin, heisst es weiter.

Quantencomputing eröffnet zwar neue Möglichkeiten, Probleme effizienter zu bearbeiten und Berechnungen deutlich schneller durchzuführen als herkömmliche Supercomputer - könnte dadurch aber auch die Sicherheit der Kryptowährung gefährden. Laut dem Bericht von The Block, der sich auf Woods "GREED & fear"-Newsletter stützt, schätzt der Jefferies-Analyst, dass die Quantenproblematik den Bitcoin-Preis kurzfristig wohl kaum beeinflussen werde. Dennoch erscheine das Konzept von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel in einem langfristigen Pensionsportfolio weniger solide.

Quantencomputing gefährdet Bitcoin-Stabilität

Bereits früh erkannte Wood das Potenzial von Bitcoin: Während der Pandemie nahm er die Kryptowährung als digitale Alternative zu Gold in sein Modellportfolio auf, heisst es in dem Bericht weiter. Grundlage seiner Entscheidung war demnach das feste Angebotslimit von Bitcoin - der letzte Coin soll voraussichtlich erst im Jahr 2140 geschürft werden - was dem Asset langfristige Stabilität verleihen sollte. Doch inzwischen wird diese Annahme zunehmend infrage gestellt: Wood verweist dabei auf eine Studie von Chaincode Labs aus Mai 2025, die von den Forschern Anthony Milton und Clara Shikhelman durchgeführt wurde. Laut der Studie könnten zwischen 4 und 10 Millionen Bitcoin - also bis zu 50 Prozent des Umlaufbestandes - durch Quantencomputer gefährdet sein. Besonders anfällig seien Wallets von Krypto-Börsen und Institutionen, da hier Adressen oft mehrfach verwendet werden.

Quantencomputing-Bedrohung: Schneller als erwartet?

Die Debatte um Quantencomputing in der Krypto-Welt nimmt zunehmend an Fahrt auf: Durch die Entwicklung des Quantenchip "Majorana 1" von Microsoft könnte der sogenannte "Q-Day" - der Tag, an dem Quantencomputer in der Lage sind, aktuelle Verschlüsselungen zu knacken - möglicherweise früher eintreffen als ursprünglich erwartet. Laut Unternehmensangaben stellt der "Majorana 1" einen technologischen Durchbruch in der Quantencomputer-Technologie dar, indem er mit einem topologischen Kern auf einem einzigen Chip bis zu eine Million Qubits vereint.

Auch David Duong, Leiter der Investmentforschung bei Coinbase Global, warnte in einem LinkedIn-Post vom 6. Januar 2026, dass die Bedrohung für Bitcoin schneller Realität werden könnte, als bislang angenommen.

Duong zufolge könnten Quantencomputer Bitcoin gefährden, indem sie private Schlüssel knacken oder das Mining effizienter machen. Zusätzlich warnte er davor, dass ab Block 900'000 bis zu einem Drittel des Bitcoin-Bestands besonders anfällig für Angriffe sein könnte. Besonders betroffen seien demnach Bitcoin-Bestände in wiederverwendeten Adressen. Trotz der aktuell geringen Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs mache diese Gefahr, laut Duong, die Einführung quantensicherer Signaturen notwendig. Aus seinem Post geht zusätzlich hervor, dass auch BlackRock in einem überarbeiteten Informationsdokument für seinen iShares Bitcoin Trust ETF auf die potenziellen Risiken durch Quantencomputing hingewiesen habe. Gleichzeitig bereiten US-amerikanische und EU-Behörden kritische Infrastrukturen darauf vor, bis 2035 auf quantenresistente Verschlüsselungen umzusteigen, so Duong weiter.

Die Entwicklungen zeigen: Quantencomputing rückt immer mehr in den Fokus der Krypto-Welt und wirft Fragen zur Sicherheit digitaler Werte auf - ein Thema, das Investoren und Entwickler zunehmend beschäftigt.

Redaktion finanzen.ch

Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.

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